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Schlagwort: Projektstatus: beschlossen

Wasserverfügbarkeit in der Landwirtschaft in der Region 10

Der fortschreitende Klimawandel stellt die Landwirtschaft in der Region 10 vor eine ihrer größten Herausforderungen: die Sicherung einer verlässlichen Wasserverfügbarkeit in Zeiten zunehmender Trockenheit. Um dieser existenziellen Problematik aktiv zu begegnen, haben sich die Lokalen Aktionsgruppen (LAGen) Altmühl Jura, Altbayrisches Donaumoos und Pfaffenhofen, unter der Federführung der LAG Altmühl-Donau, mit den regionalen Landschaftspflegeverbänden und dem LPV Ingolstadt, der die städtisch geprägten Betriebe einbindet, für ein Kooperationsprojekt zusammengeschlossen. Das übergeordnete Ziel ist es, eine ökonomisch, ökologisch und sozial intakte Feldflur zu bewahren und die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen klimabedingte Mangelsituationen aufzustellen.

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Projekt zunächst auf vorhandenes Wissen und praktische Erfahrungen aus der Region. In einem ersten Schritt liefert eine quantitative Online-Umfrage unter den lokalen Landwirten ein klares Bild über das aktuelle Problembewusstsein und bereits erprobte Maßnahmen. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend werden bis zu 30 besonders innovative „Leuchtturmbetriebe“ ausgewählt, um in tiefergehenden, qualitativen Interviews wertvolle Einblicke zu gewinnen. Parallel dazu durchleuchtet eine objektive Recherche die staatlichen Rahmenbedingungen und Förderprogramme, um bestehende Umsetzungshemmnisse und Förderlücken direkt aufzudecken.

Dieses Projekt schlägt eine entscheidende Brücke zwischen der landwirtschaftlichen Praxis und den politischen Entscheidungsträgern. Indem es Landwirte, Experten und Behörden eng miteinander vernetzt, fördert es den gegenseitigen Wissensaustausch und schafft das nötige Verständnis, um konkrete Klimaanpassungsmaßnahmen direkt in der Landschaft umzusetzen. Gleichzeitig liefert die fundierte Analyse wichtige Impulse, um die staatliche Förderkulisse praxisnah zu optimieren. Die gewonnenen Ergebnisse und Lösungsansätze sollen in Form von öffentlichen Vorträgen und Diskussionsrunden einer breiten Zielgruppe zugänglich gemacht werden.

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Stadtoasen – Biodiversitätsanker im Quartier

Das Modellprojekt „Stadtoasen“ setzt sich zum Ziel, Natur und Wohnraum enger miteinander zu verbinden. Als erster Baustein soll bei einem neu entstehenden Genossenschaftsgebäude in Pfaffenhofen ein modularer Naturgarten angelegt werden, der als Vorbild für weitere Standorte dienen kann. Ziel ist es, Artenvielfalt und klimaresiliente Strukturen unmittelbar in den besiedelten Raum zu integrieren. Hierfür werden vielfältige Lebensräume geschaffen, darunter Flächen mit heimischen Pflanzen, klimaangepassten Bäumen, Teichen, Totholzbereichen sowie Sandhabitaten für Wildbienen und Eidechsen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Nachhaltigkeit der Anlage: Nach der Anwachsphase soll der Naturgarten ohne zusätzliche Bewässerung auskommen. Das anfallende Regenwasser wird über Sickergruben und Teiche direkt auf dem Grundstück zurückgehalten und dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt. Der Garten soll öffentlich zugänglich sein und zum Mitmachen anregen. Geplant sind außerdem Workshops sowie ein frei verfügbarer Online-Leitfaden zur Erstellung eines modularen Naturgartens.

Mit seinem modellhaften Charakter verbindet das Vorhaben ökologische Aufwertung, Klimaanpassung, Umweltbildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt und schafft damit einen nachhaltigen Mehrwert für das Quartier und die gesamte Region.

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Schützenheim Rohrbach

Die verheerenden Auswirkungen des Hochwassers im Jahr 2024 haben das bestehende Schützenheim der Schlossschützen Rohrbach e.V. irreparabel beschädigt. Um den Fortbestand des seit 63 Jahren bestehenden Vereins und den Schießsport in der Gemeinde langfristig zu sichern, soll ein neues, hochwasserangepasstes und barrierefreies Schützenheim im Obergeschoss des TSV-Vereinsheims entstehen.

Durch die gemeinsame Nutzung von Aufzug, Fluren und Sanitäranlagen werden vorhandene Ressourcen effizient genutzt. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist außerdem die Modernisierung der Schießsportanlage. Der bisher analoge Schützenstand wird durch einen digitalen Schießstand ersetzt, der zeitgemäße Trainingsbedingungen schafft und die Nutzung insbesondere für Jugendliche, ältere Menschen und Personen mit Beeinträchtigungen erleichtert. Der Schießsport bietet ein wichtiges Freizeitangebot für unterschiedliche Zielgruppen und fördert Konzentration, Verantwortungsbewusstsein, Zielstrebigkeit und Stressbewältigung. Darüber hinaus soll der Schützenraum nach Terminabsprache auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden können und so einen zusätzlichen Mehrwert für das Gemeindeleben schaffen.

Das Vorhaben ist Bestandteil des im Rahmen eines LEADER-Prozesses entwickelten Outdoor-Breitensportkonzepts und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung und Weiterentwicklung der Vereins- und Sportinfrastruktur in der Gemeinde Rohrbach.

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Hallenneubau für Obstpresse Geisenfeld

In den vergangenen 25 Jahren wurde die Obstpresse in Geisenfeld von einer engagierten Familie als Gewerbebetrieb auf privatem Gelände geführt. Dabei wurde sie tatkräftig vom Obst- und Gartenbauverein Geisenfeld unterstützt. Da die Betreiberfamilie den Betrieb aus Altersgründen einstellt, möchte der Verein die Obstpresse künftig in eigener Verantwortung weiterführen und damit dieses wichtige regionale Angebot langfristig sichern.

Hierzu plant der rund 450 Mitglieder starke Verein den Bau einer eigenen Halle sowie die Ergänzung und Modernisierung der bestehenden Pressstraße. Ziel ist es, die Anlage technisch auf den neuesten Stand zu bringen und ihre Zukunftsfähigkeit dauerhaft zu gewährleisten. Außerhalb der Erntezeit soll die neue Halle für die Vereins-, Jugend- und Bildungsarbeit genutzt werden.

Das Projekt fördert die Wertschätzung regionaler Lebensmittel, vermittelt Wissen über deren Verarbeitung und stärkt das Bewusstsein für nachhaltige Kreisläufe. Außerdem wird ein neuer Lern- und Begegnungsraum geschaffen.

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