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Ergebnis 1. Lenkungsausschuss 2019

 

Zu Beginn stellte Herr Kappelmeier von der Stadt Pfaffenhofen zur allgemeinen Information die Projektidee „Naturerlebnispfad Stadt Pfaffenhofen“ im Stadtwald an der Königsberger Straße vor. Neben dem bereits vorhandenem Spielepfad und Trimm-Dich-Pfad soll zusätzlich noch ein Naturerlebnispfad entstehen. Dieser soll separat in einem eigenen Waldstück integriert werden, 2 bis 3 km lang sein und 18 bis 20 Stationen bieten. Das Konzept „Spaß – Spiel – Bildung“ soll hierbei umgesetzt werden. So möchte man vor allem auf interaktive Stationen setzen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 83.000 €. Nach dieser Präsentation von Herrn Kappelmeier hat der LAG-Steuerkreis die Möglichkeit das Projekt per Umlauf zu beschließen um die Hälfte der Gesamtnettokosten aus dem LEADER-Fördertopf zu finanzieren.

Als nächstes präsentierte Herr Mießl, der Vorstand von energie effizient einsetzen e.V., das Kooperationsprojekt „CDM-Regio: Clean Development Mechanism als CO2-Ausgleich in der Region“. Als Clean Development Mechanism (dt. Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung, kurz CDM) bezeichnet man einen der drei vom Kyoto-Protokoll flexiblen Mechanismen zur Verminderung von Treibhausgasemissionen. Mit der angestrebten Studie soll ermittelt werden, ob eine regionale Karbonisierungsanlage und ein möglicher CO2-Zertifikatehandel vor Ort in den beteiligten LEADER-Regionen realisierbar sind und damit ein freiwilliger, regionaler Ausgleichsmechanismus geschaffen werden kann. Das geplante Projekt ist ein Kooperationsprojekt mit der LAG Altbayerisches Donaumoos (Neuburg-Schrobenhausen), LAG Mittlere Isarregion (Freising) und LAG Wittelsbacher Land (Aichach-Friedberg). „CDM-Regio“ wird mit insgesamt 196.680 € gefördert, von denen max. 55.000 € von der LAG Landkreis Pfaffenhofen bezuschusst werden.

Im Anschluss stellte Herr Hecht, Klimaschutzbeauftragter von der Gemeinde Scheyern, den „Bürgerbus Scheyern“ vor. Es handelt sich hierbei um ein Einzelprojekt zur Erhöhung der Mobilität des ÖPNV im Gemeindegebiet Scheyern um die ländlichen Ortsteile besser an den Hauptort anzubinden. Außerdem soll eine regelmäßige Verbindung zum Hauptplatz Stadt Pfaffenhofen und zum Bahnhof in Pfaffenhofen, sowie ggf. zum S-Bahnhof Petershausen geschaffen werden. Der Betrieb des Bürgerbusses soll die Lebensqualität insbesondere für ältere und jüngere Bürger, aber auch Berufspendlern hinsichtlich der Mobilität wesentlich verbessern und einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz in der Region leisten. Das Fahrzeug wird mit einem klimaneutralen Kraftstoff betrieben (BioMethan aus Reststoffen der Landwirtschaft, wie Schlempe und Stroh), das einen sehr geringen Schadstoff- und Treibhausgasausstoß aufweist. Außerdem soll der Individualverkehr und die damit einhergehenden Umweltbelastungen durch das zusätzliche Mobilitätsangebot des Bürgerbusses reduziert werden. Das Projekt erhält einen Zuschuss von LEADER in Höhe von 36.500 € bei einem Fördersatz von 50%.

Da der Projektträger verhindert war, fasste Frau Glaser, die LAG-Managerin, das nächste Kooperationsprojekt „Spiritueller Tourismus“ kurz zusammen. Bei diesem Projekt sollen zuerst alle relevanten Orte, v. a. Kapellen und Kirchen, Klöster und Wallfahrtsorte der Diözese Augsburg zugehörig erfasst werden. Des Weiteren soll u. a. eine App entwickelt werden, mit denen man mit Hilfe von QR-Codes Hintergrundinformationen an den jeweiligen Orten abrufen kann. In das Zielgebiet würden voraussichtlich Manching, Reichertshofen, Rohrbach, Baar-Ebenhausen, Scheyern, Pfaffenhofen und Pörnbach fallen. Das geplante Projekt ist ein Kooperationsprojekt mit der LAG Altmühl Donau, der LAG Altbayerisches Donaumoos und evtl. der LAG Monheimer Alb. Auch hier wird ggf. per Umlaufverfahren im Nachgang entschieden.

Zum Schluss hatte der Steuerkreis selbst die Wahl, Regelungen darüber zu beschließen, wie der Ablauf und die Umsetzung der Maßnahme „Unterstützung Bürgerengagement“ vonstattengehen soll. Der Steuerkreis beschloss, dass diese mit einem Fördersatz von 80% bis zu maximal 2.500 € bezuschusst werden. Hierzu wird es zweimal im Jahr einen Termin geben, bei dem die Einreichungszeiträume vorab in der Presse und auf der LAG-Homepage bekanntgegeben werden. Die Vergabe der Maßnahmen erfolgt nach LAG-Posteingangsstempel. Kommunen sind als Antragsteller vom „Bürgerengagement“ ausgeschlossen. Weiterhin wurde beschlossen, dass keine Vereinsfeiern und politische Gruppierungen bezuschusst werden. Für das „Bürgerengagement“ stehen 20.000 € bayerische Mittel für jede der 68 bayerischen Lokalen Aktionsgruppen zur Verfügung. Sinn des „Bürgerengagements“ ist es insbesondere Kleinprojekte unbürokratisch zu fördern, ganz im Sinne des LEADER-Mottos „Bürger gestalten ihre Heimat“. Die Antragstellung und finanzielle Abwicklung bewerkstelligt hier Ihre Lokale Aktionsgruppe beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ingolstadt.

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